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KF noxilicious: "Die Vorfreude war groß"
Der Gewinn der Silbermedaille bei den jüngst in Köln ausgetragenen BenQ Finals der ESL Pro Series Winter Season 2011 ist nun genau eine Woche her. Eine Woche, welche auch unser stellvertretender Chefredakteur Tobias "noxilicious" Pradel nutzte, um sich über die abgelaufene Spielzeit sowie deren Höhepunkt, das große Finale gegen den alten und neuen deutschen Meister, Meet Your Makers, Gedanken zu machen und diese nun in Worte zu fassen. KF noxilicious schreibt dabei aus Sicht desjenigen, welcher das Team KILLERFISH FIFA.GamingXP von Anbeginn mit redaktionellen Inhalten auf unserer Webpräsenz versorgte.
"Die EPS Finals der Winter Season 2011 waren eines meiner ersten Events, bei denen ich offline Spiele aktiv verfolgt und über diese berichtet habe. Insofern war es eine ziemlich neue Erfahrung und ich konnte viele Eindrücke sammeln und mitnehmen.
Meine Eindrücke
Zunächst einmal war die Location – der Tanzbrunnen in Köln – relativ leicht zu finden und zentral gelegen, sodass eine Anreise ohne größere Probleme möglich war. An sich wirkte die Location klein, aber gemütlich. Es waren keine riesigen Hallen wie beispielsweise auf der gamescom, aber es war genug Platz für alle Leute und es gab auch hier und da etwas zu entdecken. So konnte man die Diablo3-Beta anspielen, sich mit Kleidung eindecken oder einiges am Stand der Deutschen Post entdecken. Die ersten Eindrücke waren also recht gut, man konnte sich nicht wirklich beschweren, war auch für das leibliche Wohl unmittelbar vor Ort gesorgt und auch andere Möglichkeiten zum Essen und Trinken waren nah an der Location gelungen – erstes Fazit also: klein, aber fein!
Zur Organisation
Bekanntermaßen werden die EPS Finals von der ESL organisiert – und das konnte man an allen Ecken und Enden auch sehen. Positiv ist anzumerken, dass vorher bereits ein Zeitplan erstellt wurde, der auch halbwegs realistisch aussah und ein gutes Event versprach. Der Samstag war zwar im Gegensatz zum Sonntag sehr vollgepackt, aber so fand am Sonntag alles auf der Hauptbühne statt und jeder konnte alles nacheinander verfolgen. Es kam jedoch wie es kommen musste und die Zeitpläne konnten vorne und hinten nicht eingehalten werden. Lustigerweise kam es immer aufgrund technischer Probleme zu Verzögerungen – kann die ESL sich nicht rechtzeitig darum kümmern? Das wirkte schon ein wenig skuril und teils auch schlecht organisiert. Auch im Pressebereich lief es alles andere als rund. Wenn es überhaupt mal Internet gab, war dies so langsam, dass man gerade mal noch Texte verfassen und online stellen konnte. An Down- und Uploads jeglicher Art war nicht zu denken. Trotzdem muss man der ESL anrechnen, dass sie sich bemüht hat, die Verzögerungen im Rahmen zu halten und die versäumte Zeit wieder aufzuholen, woran man aber sowohl Samstag als auch Sonntag auf beeindruckende Weise gescheitert ist.
KF gegen MYM
Das Spiel der Spiele für die KILLERFISHe stand also am Morgen des Sonntags an und die Vorfreude aber auch Nervosität war entsprechend groß. Auch hier kam es wieder zu technischen Problemen und der Start verschob sich um ganze 40 Minuten. Klar, dass da die Nervosität und Anspannung noch weiter stieg. Die Spieler wurden vorgestellt und es gab schöne Interviews schon vor der Begegnung. Dann endlich ging es los und nach kurzer Zeit folgte die erste Sensation: KF geht mit 1:0 gegen MYM in Führung! Sowohl die Spieler selbst als auch die mitgereisten KILLERFISHe hielt es kaum auf den Sitzen und man hörte erste Freudenschreie. MYM wirkte konsterniert und konnte wohl kaum fassen, dass sie in Rückstand geraten waren. Zwar glichen sie noch in der ersten Hälfte zum 1:1 aus, doch direkt im ersten Submatch konnte KF zeigen, dass man sich durchaus auf Augenhöhe begegnen konnte. In den folgenden Spielen hatte MYM allerdings zu alter Stärke zurückgefunden und spielte diese in vollem Maße aus. Trotzdem feuerten die Werksmitglieder ihre Kollegen an, auch wenn es am Ende nicht reichen sollte. Zufriedene Gesichter konnte man dennoch finden, kämpfte man sich immerhin vom EAS-Aufstieg bis ins Finale der EPS und konnte den großen Favoriten zumindest kurzzeitig ärgern. Auch das Interview nach dem Spiel sowie die Siegerehrung war nochmal schön anzusehen und man konnte die doch beachtlichen Leistungen wiederholt Revue passieren lassen.
Mein Fazit
Insgesamt waren die EPS Finals der Winter Season 2011 für mich ein gutes Event, was aber weniger an der Organisation selbst lag, sondern vielmehr damit zusammen hing, altbekannte Gesichter wieder zu sehen und neue kennenzulernen. Die gezeigten Spiele hatten hohen Unterhaltungswert und die Caster im CS 1.6 und CS:S-Bereich sorgten für gute Stimmung und gefüllte Sitzreihen. Auch in Starcraft II gab es sehenswerte Aktionen, wobei die Casts von Naruto und TaKe doch ein wenig zu wünschen übrig ließen. Die ESL war bemüht, kam aber nicht mal annähernd an die Qualität einer DreamHack oder eines MLG-Events heran. Sicher, die Dimensionen dieser muss man nicht errreichen, aber obwohl die eben genannten Events riesiger, komplexer und länger dauerten als die gesamten EPS Finals, wurden die Spiele dort um ein Vielfaches pünktlicher ausgetragen und auch die Organisation klappte wesentlich besser und wirkte professioneller. Trotz allem war das Wochenende für mich ein sehr gelungenes, wurde man mit super eSport unterhalten. Unter KILLERFISHen lässt es sich sowieso einfach gut aushalten. Nette Leute wohin man schaut und gute Laune sind garantiert. Danke noch einmal für ein geiles Wochenende, Jungs! Ich freue mich schon auf das nächste gemeinsame Event!"
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